Auf den Punkt

• BaFin klassifiziert KI offiziell als IKT-Risiko - Governance wird zur Chefsache • 80% der Unternehmen setzen bereits KI in der betrieblichen Altersversorgung ein • EU-KI-Verordnung tritt ab August 2026 vollständig in Kraft - Bußgelder bis 35 Mio. Euro drohen • Zweites Betriebsrentenstärkungsgesetz erweitert bAV-Gestaltungsmöglichkeiten erheblich

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KI-News der Woche: Regulierung wird konkret - BaFin und EU verschärfen KI-Governance erheblich

Dieser Podcast wurde automatisch mit KI-Stimmen generiert.

BaFin macht Ernst: KI wird zur Compliance-Aufgabe

Die im Dezember 2025 veröffentlichte BaFin-Orientierungshilfe markiert einen Paradigmenwechsel. Künstliche Intelligenz wird nicht länger als innovatives Nice-to-have betrachtet, sondern klar als IKT-Risiko nach der DORA-Verordnung klassifiziert. Für HR-Verantwortliche und bAV-Manager bedeutet das: KI-Governance wird zur Chefsache.

Die Aufsicht fordert eine vollständige Integration in bestehende Risikomanagement-Strukturen. Eine isolierte KI-Strategie reicht nicht mehr aus - sie muss vom Leitungsorgan genehmigt und in das Three-Lines-of-Defense-Modell eingebettet werden. Besonders kritisch sieht die BaFin dabei Abhängigkeiten von wenigen Cloud-Anbietern und unzureichende Exit-Strategien für KI-Systeme.

Praxis überholt Theorie: KI in der bAV bereits weit verbreitet

Während die Regulierung noch nachzieht, ist die Praxis schon weiter. Knapp 25 Prozent der Unternehmen nutzen bereits Chatbots für HR- und bAV-Anfragen, etwa 20 Prozent treiben KI-Projekte im Wissensmanagement voran. Die Motivation ist klar: Fachkräftemangel und demografischer Wandel zwingen zu Effizienzsteigerungen.

Besonders erfolgreich sind standardisierte Prozesse wie die automatisierte Bearbeitung von Sterbefällen oder Adressänderungen. Unternehmen wie die Hapev setzen KI bereits standardmäßig für BaFin-Reporting ein. Die letztendliche Entscheidung bleibt dabei beim Menschen - KI leistet intelligente Vorarbeit.

Die Grenzen zeigen sich bei komplexeren Anwendungen: Nur eine Minderheit nutzt KI für anspruchsvolle Sachbearbeitung oder komplexes Reporting. Datenschutz bleibt das größte Hemmnis, gefolgt von Bedenken zur Ergebnisqualität und regulatorischen Unsicherheiten.

EU-KI-Verordnung: Ab August 2026 wird es ernst

Die EU-KI-Verordnung tritt schrittweise in Kraft. Seit Februar 2025 gelten bereits Verbote und KI-Kompetenz-Anforderungen. Ab August 2026 greifen die vollständigen Bestimmungen für Hochrisiko-KI-Systeme - mit Bußgeldern von bis zu 35 Millionen Euro oder sieben Prozent des Jahresumsatzes.

Für bAV-Einrichtungen entsteht ein Zwei-Säulen-Aufsichtsmodell: Die Bundesnetzagentur überwacht KI-Systeme allgemein, die BaFin ist für Hochrisiko-Systeme im Finanzbereich zuständig. Die aba hat bereits eine Arbeitsgruppe "KI in der bAV" gegründet, um praktische Umsetzungsfragen zu klären.

Weitere Neuerungen 2026

Das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten erheblich: Opting-Out-Modelle werden auch ohne Tarifbindung möglich, die Übertragbarkeit von Anwartschaften wird flexibilisiert, und die Abfindungsgrenze steigt auf etwa 60 Euro monatlich.

Bei der betrieblichen Krankenversicherung zeigt sich ein anhaltender Boom: Mittlerweile bieten 60.000 Unternehmen ihren 2,82 Millionen Beschäftigten eine bKV an - ein Zuwachs von fast 15 Prozent. Gesundheitsbudgettarife erreichen dabei mehr als die Hälfte aller Mitarbeitenden, und 90 Prozent der Rechnungen werden bereits digital eingereicht.

Fazit: Handeln statt Abwarten

Für HR-Verantwortliche und bAV-Manager entsteht ein doppelter Handlungsdruck: Die technologischen Möglichkeiten der KI müssen genutzt werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig erfordern die verschärften Compliance-Anforderungen professionelle Governance-Strukturen. Wer jetzt nicht handelt, riskiert nicht nur Wettbewerbsnachteile, sondern auch empfindliche Strafen.

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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung moderner KI-Tools recherchiert und erstellt. Die redaktionelle Verantwortung und finale Ausarbeitung liegen selbstverständlich bei uns – human in the loop! Denn gute Inhalte entstehen im Zusammenspiel von Technologie und Erfahrung.

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