Auf den Punkt
- Das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz schafft neue Digitalisierungsanforderungen in der bAV
- Deutsche Unternehmen wie Bosch und Hapev zeigen konkrete KI-Erfolge in HR und Altersversorgung
- KI-Schulungspflicht ist bereits verbindlich – Marktüberwachung startet August 2026
- EU AI Act und DORA erhöhen Compliance-Anforderungen erheblich
KI-News der Woche: Regulatorischer Druck trifft auf praktische KI-Erfolge
Dieser Podcast wurde automatisch mit KI-Stimmen generiert.
Gesetzliche Treiber verstärken Digitalisierungsdruck
Das am 21. Januar 2026 in Kraft getretene Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG II) schafft neue Realitäten: Die Ausweitung der Opting-Out-Modelle ohne Tarifbindung, frühere Betriebsrenten parallel zu Teilrenten und die Digitalisierung beim Pensions-Sicherungs-Verein erhöhen die Komplexität erheblich. Gleichzeitig müssen Payroll- und HR-Systeme Entgeltbestandteile präziser klassifizieren und neue Schnittstellen integrieren – eine Aufgabe, die ohne intelligente Automatisierung kaum zu bewältigen ist.
Parallel dazu ist seit Februar 2025 die KI-Schulungspflicht nach Artikel 4 der KI-Verordnung verbindlich. HR-Verantwortliche müssen jetzt nachweisbare Schulungskonzepte implementieren, bevor die Marktüberwachung im August 2026 beginnt. Mangelnde KI-Kompetenz führt zu zivilrechtlichen Haftungsrisiken – ein Argument, das auch skeptische Geschäftsführungen überzeugt.
Praxiserfolge deutscher Unternehmen zeigen den Weg
Die Theoriephase ist vorbei: Bosch betreut 400.000 Mitarbeitende weltweit mit dem digitalen Assistenten ROB, der personalisierte Antworten auf bAV-Fragen liefert. Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Chatbots: ROB erkennt Standort und Status des Mitarbeiters und schneidet Informationen individuell zu. Gordon Teckentrup, Director Corporate Pensions bei Bosch, gibt einen realistischen Zeitrahmen: "Ein tiefgreifender KI-Einsatz in der bAV dauert etwa fünf Jahre, aber KI eignet sich für Massenprozesse."
Die Pensionskasse Hapev nutzt KI bereits standardmäßig für BaFin-Berichte und Stresstests. Vorstand Michael Saß betont die Arbeitserleichterung, während die finale Verantwortung bei den Mitarbeitern bleibt. Noch einen Schritt weiter geht bAV-Spezialist Stephan Döll: "Eine vollständige Automatisierung der bAV-Administration ist machbar. Standardvorgänge wie Sterbefälle, Adressänderungen oder Lebensnachweise können durch KI-Agenten abschließend bearbeitet werden."
Die Otto Group demonstriert Pragmatismus: Ihr mehrsprachiger bAV-Chatbot benötigte nur eine Woche Training und entlastet das interne Team spürbar. Bei Mercer steht die automatisierte Bearbeitung von Versorgungsausgleichsanfragen kurz vor dem Produktiveinsatz.
Governance wird zur Geschäftsführungsaufgabe
Das Bundesfinanzministerium stellt klar: KI ist eine Geschäftsführungsmaßnahme, die durch die Geschäftsleitung selbst zu treffen ist. Aufsichtsräte müssen KI-Risiken und -Chancen verstehen und kontrollieren. Die zentrale Frage: Sollte Digital- und KI-Kompetenz ein Muss im Kompetenzprofil von Aufsichtsräten sein?
Der EU AI Act verschärft den Druck zusätzlich. Ab August 2026 gelten umfassende Anforderungen für Hochrisiko-KI-Systeme, etwa im Personalmanagement. Verstöße können bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des globalen Jahresumsatzes kosten. Die Bundesnetzagentur wird zentrale Marktüberwachungsbehörde und bietet einen KI-Service Desk speziell für KMU.
Parallel dazu integriert die seit Januar 2025 geltende DORA-Verordnung KI explizit als IKT-Risiko. Die BaFin fordert, dass Finanzunternehmen KI-Systeme vollständig in bestehende Risikomanagement-Frameworks einbinden.
Handlungsempfehlungen für HR-Entscheider
Erfolgsentscheidend ist strukturiertes Vorgehen: Beginnen Sie mit KI-Grundlagenschulungen und dokumentieren Sie diese lückenlos. Bauen Sie ein internes KI-Kompetenzzentrum auf und identifizieren Sie Massenprozesse, die sich für Automatisierung eignen.
Frank Schwarze, KI-Experte, bringt es auf den Punkt: "Ohne saubere, standardisierte Datenstrukturen ist KI in der bAV nicht wertschöpfend. Die Datenqualität entscheidet, ob KI echten Mehrwert liefert."
Die Beispiele von Bosch, Hapev und Otto zeigen: KI in HR und bAV funktioniert bereits heute. Der regulatorische Rahmen steht. Jetzt entscheidet die Umsetzungsgeschwindigkeit über den Wettbewerbsvorteil.
Sie möchten KI-Potenziale in Ihrem Unternehmen systematisch erschließen? Vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch und entwickeln Sie gemeinsam mit unseren Experten eine praxistaugliche KI-Strategie für HR und bAV.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung moderner KI-Tools recherchiert und erstellt. Die redaktionelle Verantwortung und finale Ausarbeitung liegen selbstverständlich bei uns – human in the loop! Denn gute Inhalte entstehen im Zusammenspiel von Technologie und Erfahrung.
Interesse an KI-Lösungen für Ihr Unternehmen?
Erfahren Sie, wie IT Warehouse Sie bei der digitalen Transformation unterstützen kann.
Beratungsgespräch vereinbaren