Auf den Punkt

  • 80% der deutschen Unternehmen nutzen bereits KI in der betrieblichen Altersversorgung, zeigt neue WTW-Studie
  • Bundesnetzagentur übernimmt ab Januar 2026 zentrale KI-Aufsicht, BaFin reguliert nur noch Finanzbereich
  • EU AI Act-Vollimplementierung bis August 2026 bleibt kritischer Stichtag für Compliance
  • DORA-Schonfrist endet 2026 - BaFin erwartet vollständige Umsetzung bei Prüfungen
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KI-News der Woche: Massentauglichkeit erreicht - Deutsche Unternehmen setzen KI in der bAV flächendeckend ein

Dieser Podcast wurde automatisch mit KI-Stimmen generiert.

Chatbots und Wissensmanagement dominieren den Praxiseinsatz

Konkret nutzen etwa 25 Prozent der Unternehmen Chatbots zur Beantwortung einfacher HR- oder bAV-Anfragen, während knapp 20 Prozent KI-Projekte im Wissensmanagement vorantreiben. Das Paradebeispiel liefert Bosch mit seinem KI-Chatbot ROB, der bereits über 2.000 tägliche Nutzer verzeichnet. Das System passt Antworten individuell an die persönliche Situation des Mitarbeitenden an und berücksichtigt standort- und rollenspezifische Regelungen.

Rund zwei Drittel der Befragten erwarten Effizienzgewinne, die Hälfte sieht Potenzial für höhere Service- und Prozessqualität. Besonders relevant: Knapp die Hälfte rechnet mit spürbarer Entlastung der Fachkräfte von Routinetätigkeiten – ein kritischer Faktor angesichts des demografischen Wandels.

Regulatorischer Druck nimmt deutlich zu

Parallel zur praktischen Adoption verschärft sich das regulatorische Umfeld erheblich. Die Bundesnetzagentur hat Anfang Januar 2026 die zentrale Rolle in der KI-Aufsicht übernommen und wird bei allen KI-Systemen außerhalb des Finanzsektors als primäre Aufsichtsinstanz agieren. Die BaFin bleibt nur noch für Hochrisiko-KI-Systeme in direktem Zusammenhang mit regulierten Finanztätigkeiten zuständig.

Der kritische Compliance-Stichtag bleibt der 2. August 2026, wenn die umfassenden Pflichten des EU AI Act vollständig anwendbar werden. Hochrisiko-KI-Systeme dürfen dann nur noch betrieben werden, wenn umfangreiche Anforderungen zu Risikobewertung, technischer Dokumentation, menschlicher Aufsicht und Cybersicherheit erfüllt sind. Die EU-Kommission diskutiert zwar eine Fristverlängerung bis Ende 2027, doch sollten sich Unternehmen nicht darauf verlassen.

DORA-Schonfrist endet definitiv 2026

Besonders brisant: Die BaFin hat in ihrer Dezember-Zwischenbilanz zur DORA-Verordnung angekündigt, ab 2026 eine vollständige Umsetzung zu erwarten. Offene DORA-Projekte wirken bei aufsichtlichen Prüfungen nicht mehr strafmildernd. Gleichzeitig wurden 18 kritische IKT-Dienstleister identifiziert, die neu reguliert werden – eine direkte Auswirkung auf Altersversorgungseinrichtungen, die mit diesen Anbietern arbeiten.

Governance-Lücke als zentrale Herausforderung

Eine aktuelle Sicherheitsprognose identifiziert die sogenannte Governance-Containment-Lücke als zentrale Herausforderung 2026: 63 Prozent der Unternehmen können Zweckbindungen für KI-Agenten nicht durchsetzen, 60 Prozent können fehlverhaltende Agenten nicht schnell stoppen. Organisationen ohne Vorstandseinbindung führen nur halb so häufig KI-Impact-Assessments durch wie solche mit Boardunterstützung.

Für HR-Verantwortliche und bAV-Manager bedeutet dies: Die KI-Integration ist nicht mehr die Frage, sondern nur noch das "Wie". Wer jetzt nicht systematisch in Governance-Strukturen investiert, riskiert sowohl Compliance-Verstöße als auch Wettbewerbsnachteile gegenüber besser vorbereiteten Konkurrenten.

KI-unterstützt, menschlich kuratiert

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung moderner KI-Tools recherchiert und erstellt. Die redaktionelle Verantwortung und finale Ausarbeitung liegen selbstverständlich bei uns – human in the loop! Denn gute Inhalte entstehen im Zusammenspiel von Technologie und Erfahrung.

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