Auf den Punkt

  • BRSG II ermöglicht seit Januar 2026 Opting-Out ohne Tarifbindung – 20% Arbeitgeberzuschuss Pflicht
  • bAV-Quote stagniert bei 51,9% trotz Reformen – KMU bleiben unterversorgt
  • Chemie-Tarifabschluss zeigt Trend: Demografiefonds werden zu Transformationsinstrumenten
  • Ab 2027: Geringverdienerförderung steigt auf 1.200€ jährlich bei 2.989€ Einkommensgrenze
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bAV-Marktreport: BRSG II zeigt erste Wirkung – Opting-Out revolutioniert Mittelstand

Dieser Podcast wurde automatisch mit KI-Stimmen generiert.

Letzte Woche im Gespräch mit einem HR-Leiter aus München: "Endlich können wir unseren 180 Mitarbeitern eine vernünftige bAV anbieten, ohne dass wir uns durch Tarifverträge kämpfen müssen. Aber die 20 Prozent Zuschuss – das rechnen wir gerade durch."

Marktpenetration: Der hartnäckige 52-Prozent-Deckel

Trotz aller politischen Bemühungen dümpelt die bAV-Quote weiter bei 51,9 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – sogar leicht rückläufig gegenüber 54,1 Prozent in 2019. Der bAV-Atlas 2026 des DIA zeigt immerhin: Wo bAV existiert, wird sie ernst genommen. Drei Viertel aller analysierten Pläne haben obligatorische Arbeitgeberzuschüsse, der durchschnittliche Beitrag liegt bei 3,3 Prozent des Gehalts.

Die IT Warehouse AG verwaltet mit über 2,5 Millionen bAV-Verträgen einen erheblichen Teil des deutschen Marktes und sieht täglich, wo die Schmerzpunkte liegen: Komplexe Verwaltung, unklare Rechtslage bei Kleinbetrieben und fehlende digitale Prozesse. "Besonders KMU scheuen den Aufwand – dabei sind die neuen Opting-Out-Regelungen genau für sie gemacht", erklärt ein Projektleiter aus der Hamburger Zentrale.

Sozialpartnermodell: Chemie macht es vor

Der aktuelle Chemie-Tarifabschluss (Laufzeit bis Mai 2028) zeigt einen interessanten Trend: Der bisherige Demografiefonds wird zum "Transformations-Tarifvertrag" erweitert. Statt nur Altersversorgung zu finanzieren, fließen die jährlich 300 Euro pro Kopf auch in Weiterbildung und Beschäftigungssicherung.

Diese Entwicklung ist wegweisend, denn das BRSG II öffnet Sozialpartnermodelle für nicht-tarifgebundene Unternehmen. Wer Zugang zu einem bestehenden Modell erhält, profitiert von risikoarmer reiner Beitragszusage ohne Haftung für die spätere Rentenhöhe.

Geringverdiener: Endlich echte Förderung ab 2027

Die größte finanzielle Verbesserung kommt 2027: Die Einkommensgrenze für Geringverdienerförderung steigt auf 2.989 Euro brutto monatlich, der geförderte Arbeitgeberzuschuss auf 1.200 Euro jährlich. Zusätzlich erhalten Arbeitgeber 360 Euro Steuerförderung pro gefördertem Arbeitnehmer.

Das rechnet sich: Ein Einzelhändler mit 50 Verkäufern (Durchschnittslohn 2.400 Euro) kann künftig pro Mitarbeiter 100 Euro monatlich zuschießen und bekommt 30 Euro davon vom Staat zurück. Bisher waren nur 80 Euro Zuschuss bei 2.575 Euro Einkommensgrenze förderfähig.

Digitalisierung: Der unterschätzte Erfolgsfaktor

Ein praktisches Problem bleibt die IT-Integration. Opting-Out-Modelle erfordern automatisierte Payroll-Prozesse für Widerspruchsfristen, Entgeltberechnungen und Dokumentation. Viele HR-Systeme sind darauf noch nicht vorbereitet.

Die IT Warehouse AG setzt auf lokale KI-Verarbeitung in Hamburg für solche Automatisierungen – ohne Datenabfluss in US-Clouds. "Compliance by Design ist bei bAV-Daten nicht optional", so das Hamburger Team. Mit TÜV-Zertifizierung und veröffentlichter KI-Richtlinie adressieren sie genau diese Bedenken vieler Unternehmen.

Ausblick: aba-Jahrestagung als Gradmesser

Die aba-Jahrestagung am 12./13. Mai in Berlin wird zeigen, ob die BRSG II-Euphorie in der Praxis ankommt. Erste Signale aus Pilotprojekten sind gemischt: Die Regelungen funktionieren, aber die Umsetzung erfordert mehr Aufwand als gedacht.

Die Frage bleibt: Schafft es das BRSG II, die 52-Prozent-Marke zu durchbrechen? Die Antwort liegt bei den Unternehmen – und ihrer Bereitschaft, bAV endlich systematisch anzugehen.


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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung moderner KI-Tools recherchiert und erstellt. Die redaktionelle Verantwortung und finale Ausarbeitung liegen selbstverständlich bei uns – human in the loop! Denn gute Inhalte entstehen im Zusammenspiel von Technologie und Erfahrung.

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